Gutachten sinnvoll konzentrieren!

 

„Das von der Provinz Overijssel in den Niederlanden in Auftrag gegebene Untersuchung, wie eine Verbesserung der Erreichbarkeit der Region im Schienenfernverkehr erreicht werden kann, ist grundsätzlich sinnvoll“, so der SPD-Landtagsabgeordnete Gerd Will aus Nordhorn

Grundsätzlich müssen für diese gemeinsame Zielsetzung auch Vorteile für alle Mitglieder der Euregio erreicht werden. Das heißt auch für die Städte Rheine und Bad Bentheim.

„Rheine ist ein wichtiger unverzichtbarer Bahnknoten für Ost-West und Nord-Süd Fernverkehre und Bad Bentheim als Grenzbahnhof, der gerade mit ca. 8 Mio. € ertüchtigt wird und zukünftig den entscheidenden Verknüpfungspunkt für Nah- und Fernverkehr bildet, sind unverzichtbar als Fernverkehrsbahnhöfe für die Region“, so Will. Wer erfolgreichen SPNV will, muss Bentheim als wichtigen Knoten und Übergangspunkt mit einplanen. Sonst sind alle Bemühungen der Grafschafter Städte und Gemeinden für die Katz.

Bei Wegfall des IC-Halts wären die jetzigen Investitionen sinnlos und die Menschen der Region müssten entweder nach Hengelo oder Osnabrück fahren, um auf das überregionale Netz umsteigen zu können.

„Um die Fahrtzeiten zu minimieren und die Strecke zwischen Berlin und Amsterdam noch attraktiver zu gestalten, müssen verschiedene Randbedingungen geprüft werden. Dabei reicht eigentlich ein Blick in den in den IC’s ausliegenden Fahrplänen der DB auf der Strecke Amsterdam- Berlin und zurück. Ob da große Untersuchungen notwendig sind, bleibt fraglich“, so Will weiter.

  1. Auf deutscher Seite werden 10 Bahnstationen auf 550 km zwischen Berlin und Bad Bentheim angefahren, auf niederländischer Seite werden dagegen 7 Haltepunkte zwischen Amsterdam und Hengelo eingelegt auf 156 km.

    Damit liegen die Haltepunkte in Deutschland im Schnitt bei 55 km und in den Niederlanden lediglich bei 22 km.Wer das Netz schneller machen will, muss daher die Dichte der Haltepunkte berücksichtigen.

  2. Die durchschnittliche Geschwindigkeit liegt auf der deutschen Seite bei 140 km/h auf der niederländischen Seite bei lediglich 130 km/h.

Hier werden an diesen beiden Punkten schon Reserven deutlich. Der Ausbau der Netzgeschwindigkeit in den Niederlanden ergäbe den größten Schub bei der angestrebten Mobilität. Auch die kurzen Abstände der Bahnhöfe Hilversum bis Amersfort (16 km), Apeldorn-Deventer (15 km) und Almelo-Hengelo (14 km) sind besonders zu betrachten.

Wer als Bestandteil von möglichen Einsparungen daher besonders die beiden deutschen Bahnhöfe isoliert betrachte, ohne es ausreichend mit den Partnern in der Euregio kommuniziert zu haben, erschwere gemeinsame Lösungen.

Abschließend weist Will darauf hin, dass das Gutachten auch durch die Grafschaft co-finanziert wird. Also müssen wir auch Interesse daran haben, dass die Untersuchung auch die Grafschafter Interessen mit berücksichtigt.

 
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